Der Duck Dive ist so nützlich – und so viele Surfer und Surferinnen im Anfänger- oder Intermediate-Level beissen sich die Zähne daran aus. Vielleicht fragst auch du dich, wie du deinen Duck Dive verbessern kannst? Gehörst du auch zu denen, die Angst kriegen, wenn die Wellen grösser werden? Weil du weisst, dass es ohne Duck Dive schwierig wird, ins Line-up zu kommen? Oder du weisst genau: Dein Duck Dive ist so schlecht, dass es dir das Brett aus der Hand reissen wird. Waschmaschine garantiert. Vielleicht auch eine ausgekugelte Schulter oder das Brett im Gesicht.

Der Duck Dive lässt sich wohl nur richtig im Meer lernen. Denn es geht nicht nur um die korrekte Bewegungsausführung, sondern auch um die Dynamik des Wassers.

Doch die gute Nachricht: Du kannst mit mentalem Techniktraining deine Lernkurve verbessern und deinen Duck Dive verbessern.

Im Video führe ich dich durch den Ablauf und zeige dir eine Übung, die du zu Hause machen kannst. Doch zuerst ein paar Worte zum mentalen Techniktraining.

Was mentales Techniktraining ist:

In wenigen Worten gesagt: Eine Technik, die das genaue Benennen eines Bewegungsablaufes beinhaltet, diesen Bewegungsablauf in Phasen aufteilt, diese Phasen mit Schlüsselwörtern markiert und das ganze dann physisch und mit Visualisierung geübt. Das Ziel ist, dass ein neuer Bewegungsablauf verankert, automatisiert oder umtrainiert wird.

Der Ablauf:

Schritt 1:

Erinnere dich daran, wie du einen Duck Dive gemacht hast und beschreibe den Ablauf ganz genau. Zuerst laut aufsagen als ob du es jemandem erzählen würdest oder denken. Dann schreibst du den Ablauf auf.

Schritt 2:

Schreibe dir den Bewegungsablauf so wie du in vorher aufgesagt hast nun auf. Das ist die Basis von deinem Bewegungsskript. Achte darauf, dass du positiv formulierst (Beispiel: „Ich darf NICHT zu spät mit dem Abtauchen beginnen.“ -> ist negativ formuliert. „Spätestens eine Brettlänge vor der Welle beginne ich mit dem eintauchen.“ ist positiv formuliert.

Schaue dir auf Youtube Duck Dive Tutorials an, schaue genau hin und korrigiere wenn nötig dein Skript. Am besten zeigst du es einem Surfcoach, dann hast du sicher den richtigen Ablauf und lernst nichts falsches. So kannst du auch sehen, wo du den den Bewegungsablauf vom Duck Dive noch nicht verstanden hast. In deiner Beschreibung sollte der Bewegungsablauf drin sein, aber auch Dinge wie Gedanken und Gefühle. Alles was dir dazu einfällt.

Lese dein korrigiertes Skript so oft durch, bis du es intus hast.

Gute Youtube Tutorials findest du hier:

Barefoot Surf: How to duck dive – Surfing tutorial to pass the break efficiently

Kale Brock: How to duck dive like a pro

OMBE: Improve your duck dive in four simple steps

Schritt 3:

Kürze das Skript nun auf das Minimum bzw. auf das Nötigste und lerne dieses AUSWENDIG! Ich meine es ernst! Solange, bis du es fliessend und ohne nachzudenken aufsagen kannst. Nun übe dieses Kurzskript mit der Duck Dive Übung aus dem Video.

Schritt 4:

Nun teile den Bewegungsablauf in die wichtigsten Phasen auf. Im Video siehst du ein Beispiel.

Schritt 5:

Gib jeder Phase eine Bezeichnung, auch Schlüsselwort genannt. Das kann ein Wort oder auch ein Geräusch sein (z.B. Wush, bääm, etc.). Wichtig ist, dass du mit diesem Wort oder Geräusch auch die Phase des Bewegungsablaufes bildlich vor Augen hast. Du findest ein Beispiel im Video. Dann machst du die Duck Dive Übung aus dem Video zusammen mit deinen Schlüsselwörtern.

Das ist schon die ganze Magie. Damit sich die Bewegung einprägt, musst du diese möglichst täglich über mehrere Wochen lang üben. Wärme dich vor den Übungen immer gut auf und mache nicht zu viele Wiederholungen in einer Session, denn die Brustmuskeln sind sonst rasch überanstrengt.